Südwest Keller

Keller Werkstatt

In vielen Häusern wird der Keller nur als Abstellraum und nicht als Hobbywerkstatt genutzt. Dies ist bedauerlich, denn die Werkstatt im Keller schont bei den verschiedenen Arbeiten auf der einen Seite die Wohnung und auf der anderen Seite können die Tätigkeiten in aller Ruhe ausgeführt werden. Mit dem folgenden Artikel und einigen Tipps möchten wir zeigen, worauf beim Einrichten der Hobbywerkstatt im Keller zu achten ist.

Inhaltsverzeichnis

Auf den Punkt: Wesentliche Punkte

  • Welche Vorteile bringt die Hobbywerkstatt mit sich?

  • Inspiration zur Auswahl der wichtigsten Werkzeuge

  • Worauf bei der Sicherheit in der Hobbywerkstatt im Keller zu achten ist

  • Wie lässt sich die Werkstatt im Keller organisieren? Hilfreiche Tipps für Werkstatteinrichtung

Vorteile einer Werkstatt im Keller

Die Hobbywerkstatt im Keller bringt eine Reihe von Vorteilen mit sich. Der Heimwerker kann sich in aller Ruhe seinen Projekten widmen und muss nicht permanent aufräumen und für Ordnung sorgen, wie es im Wohnraum der Fall ist. Staub und sonstiger Schmutz belasten nicht die Atmosphäre in der Wohnung. Des Weiteren ist es in der Werkstatt im Keller angenehm warm, sodass auch in der kalten Jahreszeit die verschiedenen Arbeiten oder ein spezielles Projekt erledigt werden können.

Und zu guter Letzt fallen in jedem Haushalt verschiedene kleinere Reparaturen an, für die nicht sofort ein Handwerker gerufen werden muss. Der verstopfte Abfluss, der Umbau von Einrichtungsgegenständen oder auch der Defekt an einigen Maschinen wie zum Beispiel dem Staubsauger im Haus kann vom Heimwerker in Eigenregie erledigt werden. In der Werkstatt im Keller sind alle benötigten Werkzeuge griffbereit, sodass der schnellen Reparatur nichts im Wege steht.

Planung der Kellerwerkstatt

Selbst ein Keller bietet mit der richtigen Planung und Vorbereitung ausreichend Platz für eine Hobbywerkstatt sowie für das Aufstellen einer Werkbank oder einen Arbeitstisch. Bevor es an die eigentliche Planung der Werkstatt geht, muss für Ordnung im Keller gesorgt werden. Dazu gehört, dass nicht benötigte Dinge aussortiert und im Anschluss entsorgt werden. Dinge, die noch brauchbar sind, werden sortiert und übersichtlich in Schubladen, Schubkästen und Ähnlichem verstaut. Ziel dieser Aktion ist es, sich im Keller ausreichend Arbeitsfläche zum Arbeiten zu schaffen.

Ist es aufgrund der Größe des Kellers nicht möglich, eine Werkbank aufzustellen, reicht es vollkommen aus, wenn eine größere und stabile Arbeitsplatte auf zwei Böcken aufgestellt werden kann. Bei Nichtnutzung können sowohl die Arbeitsplatte als auch die Unterstellböcke platzsparend beiseite gestellt bzw. an die Wand gelehnt werden.

Im Rahmen der Planung einer Hobbywerkstatt ist es wichtig, an Aufbewahrungsboxen in verschiedenen Größen zu denken. Diese Aufbewahrungsboxen bieten viel Platz für Kleinteile, die somit jederzeit griffbereit sind und nicht erst gesucht werden müssen. Im Übrigen sorgt dies für Ordnung im Raum.

Werkzeugauswahl und -beschaffung

Erst mit einer guten Auswahl an Werkzeugen und Maschinen wird die Hobbywerkstatt im Keller komplett. Viele stellen sich jetzt die Frage, welches Werkzeug wird gebraucht und wo ist es zu einem guten Preis und in entsprechender Qualität zu bekommen. Die folgende Auflistung zeigt, welche Basics für die Werkstatteinrichtung fehlen dürfen:

Maschinen

  • Schlagbohrmaschine

  • Akkuschrauber

  • Doppelschleifer oder Schleifbock

  • Nass- und Trockensauger mit Anschluss für Werkzeuge

  • Staubsauger zum Säubern nach den Arbeiten

Werkzeug

  • Fuchsschwanz

  • Puk-Säge

  • weitere unterschiedliche Sägen

  • Wasserwaage

  • Zollstock

  • Teppichmesser/Cuttermesser

  • Schraubenzieher mit Bits in verschiedenen Größen

  • Hammer

  • Maulschlüssel-Set

  • Innensechskantschlüssel-Set

  • Kombizange

  • Spachtel

  • Schraubzwingen

  • Pinsel

  • Stifte

  • Handfeger mit Kehrschaufel

Für die Beschaffung der Werkzeuge gilt, dass nicht der Preis das Wichtigste ist, sondern die Qualität. Es lohnt sich also in jedem Fall ein wenig mehr auszugeben und dafür qualitativ hochwertige Werkzeuge und Maschinen zu bekommen, die den verschiedenen Arbeiten standhalten. Der Baumarkt ist dabei mit Sicherheit die beste Adresse, wenn es um den Kauf geht.

Arbeitsflächen und Werkbänke

Das Zentrum der Hobbywerkstatt im Keller ist die Werkbank oder eine stabile Arbeitsplatte mit einer glatten Oberfläche. Die OSB-Arbeitsplatten sollten nach Möglichkeit eine Tiefe von 70 cm haben und in einer Höhe von 90 cm montiert werden. Um die verschiedenen Arbeiten ausführen zu können, ist eine Länge von mindestens 60 cm ideal. An der Vorderseite sollte die OSB-Arbeitsplatte über eine Abstützung verfügen. Mit ein wenig handwerklichem Geschick und dem nötigen Material wie zum Beispiel Latten aus Holz steht der Montage und dem Bau einer Platte zum Hantieren in der Hobbywerkstatt nichts im Wege.

Sicherheit in der Kellerwerkstatt

Wird eine Hobbywerkstatt im Keller eingerichtet, ist es wichtig auch an die Sicherheit zu denken. Dazu zählt in jedem Fall ein Erste-Hilfe-Kasten. Leider denken viele Heimwerker, dass ihnen nichts passiert, doch sie sollten in jedem Fall auf Nummer sicher gehen. Der Verbandskasten sollte nach Möglichkeit in der Nähe der Werkbank zu finden sein. Zum Inhalt eines guten Verbandskastens zählen:

  • Pflaster

  • Verbandsmaterial

  • Mullbinden

  • Schere

  • Desinfektionsmittel

  • Feuerdecke

  • Augenspülung

In Reichweite sollte sich auch immer das Mobiltelefon befinden, denn im Notfall zählt jede Sekunde und es bleibt keine Zeit in einem anderen Raum nach dem Handy zu suchen.

Nicht unwichtig bei der Arbeit in der Hobbywerkstatt im Keller ist auch die richtige Kleidung. Neben der Schutzkleidung ist auch festes Schuhwerk ganz wichtig.  Dies schützt die Füße vor herabfallenden Gegenständen und gibt dem Fuß entsprechend Halt. Sämtliche Kleidung sollte eng am Körper anliegen, damit lose Ärmel und Bänder sich nicht in den Maschinen verfangen können. Auch lange Haare sollten aus diesem Grund stets zusammengebunden werden.

Beleuchtung und Belüftung

Nur wenige Arbeiten lassen sich mit dem wenig vorhandenen natürlichen Licht in einem abgeschlossenen Raum wie einem Keller erledigen. Als praktisch erwiesen haben sich spezielle LED-Lichtleisten für den Keller. Solche Lichtleisten sorgen auf der einen Seite für helles Licht und sind auf der anderen Seite sparsam im Verbrauch.  Die Möglichkeiten zur Befestigung sind vielseitig. So können die LED-Leisten an der Werkbank oder einem Regal befestigt werden. Sie liefern immer ausreichend Licht zum Arbeiten oder wenn etwas in einem Regal oder im Schrank gesucht wird. Optimal sind LED-Leuchten mit 270 Lumen pro Quadratmeter und einer Farbtemperatur von 5300 Kelvin. Das helle und bläuliche Licht der Lampen sorgt für konzentriertes Arbeiten und wirkt dabei anregend.

Wichtig für die Werkstatt im Keller ist eine gute Belüftung. So wird unangenehmer Kellergeruch vertrieben und der Bildung von Schimmel durch Feuchtigkeit vorgebeugt. Verfügt der Keller über ein Fenster, ist es wichtig, dass dies beim Arbeiten stets geöffnet ist. Sollte kein Fenster vorhanden sein, dann bietet sich der Einbau einer speziellen Anlage an, die die Luft über dem Arbeitsbereich permanent absaugt. Als ideal erwiesen haben sich Lüftungsanlagen mit einer Wärmerückgewinnung, bei der Sensoren die Luftfeuchtigkeit messen.

Wer die Hobbywerkstatt auch im Winter nutzen möchte, sollte an den Einbau einer Heizung denken. Diese sorgt dafür, dass die Finger nicht zu kalt werden und auch der Heimwerker nicht in Winterjacke und Schal im Keller arbeiten muss.

Lagerung und Organisation

Nicht nur Werkzeuge und Maschinen sollten in der Hobbywerkstatt einen festen Platz haben, sondern auch alle Kleinteile und sonstiges Zubehör.

Für die bereits angesprochenen Aufbewahrungsboxen haben sich Lochplatten, die an der Kellerwand montiert werden, bewährt. Die Lochplatten können einfach mit Dübeln an der Kellerwand befestigt werden und bieten viel Potential zum Ordnung halten. Ist der Kellerraum ausreichend groß, bietet es sich an, Schränke aufzustellen. Hinter den Türen können sowohl gefährliche Werkzeuge als auch Flüssigkeiten abgestellt und abgeschlossen aufbewahrt werden. Dies ist wichtig, wenn Kinder freien Zutritt in die Hobbywerkstatt haben.

Ebenso wichtig wie die Lagerung der verschiedenen Materialien und Werkzeuge ist auch die Organisation von Elektrogeräten. Der Keller sollte in jedem Fall mit einer 16 Ampere Sicherung abgesichert werden und über einen FI-Schalter verfügen. Sollte es zu einem Kurzschluss kommen, sitzt nicht das ganze Haus im Dunkeln. So können nicht nur Hochleistungsmaschinen, sondern auch mehrere kleinere Maschinen gleichzeitig genutzt werden. Natürlich sollten ausreichend Steckdosen vorhanden sein, damit beim Arbeiten nicht permanent umgesteckt werden muss. Es gilt darauf zu achten, dass nur spezielle Feuchtigkeitssteckdosen und -leisten zum Einsatz kommen und auch während der Arbeit keine Feuchtigkeit in die Steckdosen gelangen kann. Nach Beendigung der Arbeiten sollten alle Maschinen stromlos gemacht werden, damit es nicht zu einem Kurzschluss kommt.

Inspirierende Gestaltungsideen

Besteht die Hobbywerkstatt nur aus einem kleinen Kellerraum, sollte mit einer durchgehenden Arbeitsplatte für ausreichend Platz zum Arbeiten gesorgt werden. Alternativ kann auch ein Werkstattwagen zum Einsatz kommen, der oftmals von Baumärkten im Rahmen einer Werbung ohne eine spezielle Markennennung günstig angeboten wird.

Hat der Keller eine ausreichende Höhe, dann bieten sich neben Schränken auch verschiedene Regale als Einrichtung an.

DIY-Ideen für die Kellerwerkstatt

Mit verschiedenen Aufbewahrungssystemen kann für Ordnung bei Schrauben, Dübeln und anderen Kleinteilen in der Hobbywerkstatt im Keller gesorgt werden. Die Boxen sollten beschriftet werden, sodass auf den ersten Blick der Inhalt erkennbar ist. In Schubkästen oder Schubladen und hinter den Schranktüren sollten alle Werkzeuge und Materialien stets einen festen Platz haben, damit nicht jedes Mal die Suche von Neuem beginnt.  Werkzeuge, die häufig benötigt werden, können nahe der Werkbank oder der vorhandenen Arbeitsplatten verstaut werden. Hammer und Schraubenzieher finden ihren festen Platz an der Lochwand.

Checkliste für den Start der Kellerwerkstatt

Die folgenden Tipps sollen zeigen, wie einfach es ist, eine eigene kleine Werkstatt einzurichten. Für die Hobbywerkstatt im Keller reicht oft schon ein Werkzeuge und Maschine als Grundausstattung für die Hobbywerkstatt vorhanden sein. Ist der Keller dann richtig abgesichert, steht dem Heimwerker und seiner Arbeit nichts mehr im Wege.

Fazit

Wird die Hobbywerkstatt im Keller regelmäßig genutzt, dann lohnt es sich, neben Zeit und Geld auch in hochwertige Werkzeuge und Maschinen zu investieren. Mit einem praktischen Ordnungssystem für die Wand, wie zum Beispiel einer Lochwand, lässt sich leichter Ordnung halten und alles ist sofort griffbereit. So muss nicht bei jedem Arbeitsschritt nach dem passenden Utensil gesucht werden, was nur für Frits sorgt und auf lange Sicht die Arbeit in der eigenen Werkstatt unattraktiv macht. Sicherlich reicht für den Anfang ein kleineres Equipment, das dann nach und nach erweitert werden kann.

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